HANNOVER. Der traditionelle Maschsee-Triathlon in Hannover bildete am Wochenende die Kulisse für einen rundum gelungenen Saisonabschluss des SV Nienhagen. Trotz herbstlich kühler 14,9 °C Wassertemperatur beim Start um 08:00 Uhr bot der Tag an Land perfekte Wetterbedingungen für absolute Spitzenzeiten auf der Olympischen Distanz.

Allen voran drückte Alexander Brennecke dem Rennen von Beginn an seinen Stempel auf. Bereits beim Schwimmen sicherte er sich einen komfortablen Vorsprung von einer Minute auf das Verfolgerfeld und stieg als Schnellster aus dem Wasser. Auf dem Rad legte er mit einem beeindruckenden Schnitt von 42,5 km/h nach und baute seine Führung konsequent aus. Mit einer rundum starken Leistung sicherte er sich nach 1:51:45 Stunden souverän den Gesamtsieg sowie den 1. Platz in der Altersklasse 30. Für Brennecke war dies zugleich eine gelungene Generalprobe: Bereits am 19. September geht er beim Ironman in Maryland (USA) an den Start, um sich das begehrte Ticket für die Weltmeisterschaft auf Hawaii 2027 zu sichern.

Auch die übrigen Athleten des SV Nienhagen überzeugten auf ganzer Linie. Stefan Claus erwischte ebenfalls einen hervorragenden Auftakt und stieg nur rund eine Minute hinter Brennecke aus dem Maschsee. Nach 2:13:05 Stunden und konstanten Leistungen überquerte er als 21. der Gesamtwertung die Ziellinie und feierte den deutlichen Sieg in der Altersklasse 50 mit mehr als 5 Minuten Vorsprung. 

Der ehemalige Nienhägener Leistungsschwimmer Jonas Reinhold, dieses Jahr ohne Vereinszugehörigkeit am Start, stellte seine Klasse im Wasser unter Beweis, indem er die Auftaktdisziplin sogar ohne Neoprenanzug mit einer Top-Zeit meisterte. Nach soliden Leistungen auf dem Rad und beim Laufen – und das wohlgemerkt ohne gezieltes vorheriges Training – finishte er nach 2:18:19 Stunden (31. Platz Gesamt, 4. Platz AK 25).  

Im Damenfeld glänzte Merle Hinrichs mit einer starken Vorstellung. Sie zeigte die zweitschnellste Schwimmzeit und bewies ihre aktuell starke Form auf dem Rad mit der schnellsten Zeit bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 37,5km/h. Nach einer soliden Laufleistung kämpfte sie sich nach 2:10:19 Stunden ins Ziel und belohnte sich mit dem 2. Platz in der Gesamtwertung sowie Rang zwei in der Altersklasse 25.

Durch die geschlossenen Top-Platzierungen avancierte der SV Nienhagen zur dominierenden Kraft des Tages auf der Olympischen Distanz. Entsprechend begeistert zeigte sich im Anschluss Ole Bedey: „Das war ein großes Ausrufezeichen nach der langen Saison und zeigt, was für starke Leistungen trotz des fehlenden Wassertrainings im Herbst möglich sind. Durch strukturiertes Athletiktraining konnten wir das hervorragend kompensieren – es zahlt sich aus, dass sich unsere gezielten Trainingsreize über das gesamte Jahr hinweg in so starken Ergebnissen widerspiegeln.“