SV Nienhagen - Judo
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Techniken für den Judounterricht!
Lehrserien
O-soto-gari
Inhalte: O-soto-gari , Uchi-komi und Nage-komi

Seoi-nage
Inhalte: Seoi-nage, Uchi-komi und Nage-komi

Uchi-mata
Inhalte: Uchi-mata, Uchi-komi und Nage-komi


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Einmaligkeit einer Technik
Es gibt Techniken, die im Stand, im Boden oder im Stand-Boden-Übergang angewendet werden. Auch technisch vielseitige Judokas können nur einen kleinen Bestandteil dessen, was überhaupt in unserer Sportart möglich ist. Dies macht Judo zu einer fantastischen und nie langweilig werdenden Sportart, in welcher man immer dazulernen kann.

Jeder Judoka hat eine bevorzugte Auslage, d. h. er steht lieber rechts oder links vor. Man spricht von Rechts- oder Linkskämpfern. Ganz selten gibt es Judoka, die auf beiden Seiten gleich oder ähnlich stark sind. Nichts desto trotz sollte jedoch jeder in der Lage sein, auf beide Seiten technisch agieren zu können.

Unter einem Handlungsrepertoire versteht man alle denkbaren Techniken, die ein Judoka im Wettkampf anwenden kann und die miteinander irgendwie in Verbindung stehen.

Zu einem Handlungskomplex gehören vorbereitende und nachbereitende Techniken um eine Haupttechnik. Der Griffkampf oder taktische Maßnahmen vor einer vorbereitenden Technik gehören dazu. Eine Handlungskette besteht zum Beispiel aus einer Fassartstrategie, einer vorbereitenden Technik und einer Haupttechnik.

Jeder Judoka hat eine oder mehrere Spezialtechniken. Diese steht oder stehen oft im Zentrum als Haupttechnik eines Handlungskomplexes. Ein Handlungskomplex bezieht sich meistens auf eine bestehende Situation. Zum Beispiel eine gleiche Auslage. Im Wettkampf geht oft eine taktische Handlung der Technik voraus. Ist die Situation nicht optimal für eine bestimmte Technik, muss eine Technik vorgeschaltet werden. Diese wird vorbereitende Technik genannt. Der Gegner reagiert auf die vorbereitende Technik mit Blocken oder Ausweichen und kreiert die gewollte Situation für die Haupttechnik. Führt die Haupttechnik noch immer nicht zu einer Wertung, weil der Gegner erneut gut verteidigt, so folgt eine nachbereitende Technik.

Alternative Randoriformen vorgestellt von Frank Wieneke
Wir unterscheiden grundsätzlich drei unterschiedliche Arten von Techniktraining:

1. Das Technikerwerbstraining.
Technikerwerbstraining bedeutet, erlernen und Verfeinern der gesamten Bewegung unter geschlossenen, d.h. bekannten vorhersehbaren Bedingungen. „Ich weiß immer was mein kooperativer Partner macht. Da ist unser Haupttrainingsmittel das klassische Durchwerfen – Nage-komi - unter zwar situativen, aber standardisierten Bedingungen.

2. Das technische Ergänzungstraining
Das technische Ergänzungstraining dient der Verfeinerung einzelner Technikelemente oder Teilbewegungen. Es kann auch das Schaffen von speziellen konditionellen oder koordinativen Voraussetzungen sein. Hier kennen wir zum Beispiel Tandoku-renshu oder Uchi-komi.

3. Das Technikanwendungstraining
Das Technikanwendungstraining, die meiner Meinung nach wichtigste Form des Techniktrainings, findet immer unter offenen Bedingungen statt. Das bedeutet, das man entweder mit einem nicht kooperativem Partner arbeitet, oder die Situationen vom Partner bewusst offen gestaltet werden, ohne das Tori weiß, was passiert. Natürlich wird dies im Randori verwirklicht, aber diese höchste Stufe des Technikanwendungstrainings ist für viele schon zu schwer, um ihre Techniken wirklich zu verbessern.

Ich möchte in diesem Artikel Übungsformen des Technikanwendungstrainings vorstellen, in denen gerade dieser offene situative Aspekt in den Vordergrund gestellt wird. Wir werden mit Auswahlreaktionen, Griffkampfsituationen, Zeitdruck und vielem mehr arbeiten.


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