SV Nienhagen - Judo
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Fragen, die oft zu dem Kampfsport Judo gestellt werden
Was muss ein jeder Anfänger lernen?
Als erstes muss ein Anfänger lernen zu fallen (Ukemi), die Regeln und die Höflichkeit zu beachten.
Was sind die Wirkprinzipien des Judo?
Die Wirkprinzipien des Judo sind selbst das Gleichgewicht zu halten und das des Gegners zu brechen und die Kraft des Gegners durch Nachgeben für sich zu nutzen und aus seinen Schwächen Vorteil zu ziehen. Durch den richtigen Krafteinsatz im richtigen Augenblick mit der richtigen Geschwindigkeit ist es möglich, die aktuelle Situation auszunutzen.
Welche Arten von Wurftechniken im Judo gibt es?
Es gibt unzählige Techniken, die uns der Judosport bietet.
Handwürfe (Te-Waza), Hüftwürfe (Koshi-Waza), Fußwürfe (Ashi-Waza), Opferwürfe auf den Rücken (Ma-Sutemi-Waza), Opferwürfe auf die Seite (Yoko-Sutemi-Waza)
Wann wurde Judo olympische Sportart?
1964 für Männer und 1992 für Frauen.
Welche Arten von Bodentechniken im Judo gibt es?
Dazu gehören Halte-, Würge- und Hebelgriffe. Als Haltegriffe werden alle Griffe bezeichnet, bei denen der Gegner in seiner Aktionsfreiheit weitgehend eingeschränkt ist. Bei Hebeltechniken werden Gelenke über ihre natürliche Beweglichkeit hinaus belastet. Griffe, die sich entweder gegen die Halsschlagadern oder gegen die Halsvorderseite (Kehlkopf ) richten, gehören zu den Würgegriffen. Hebel- und Würgegriffe sind nicht in allen Altersstufen erlaubt.
Wie heißt der Schiedsrichter und die Kämpfer im Judo?
Der Schiedsrichter wird Shimbam genannt, die Kontrahenten werden Aka (rot) und Shiro (weiß) nach den zusätzlich im Wettkampf umgebundenen Gürteln genannt.
Muss ich für Judo sportlich sein?
Judo ist in erster Linie ein Breitensport. Man muss dafür nicht sportlicher sein als zum Beispiel für Schwimmen, Radfahren oder Jogging. In den Anfängergruppen werden Kondition und Beweglichkeit nicht vorausgesetzt, sondern nach und nach aufgebaut. Niemand wird überfordert, denn Judo soll vor allem Spaß machen.
Ist Judo eine harte Sportart?
Judo-Neulinge werden zunächst kontinuierlich in die hohe Kunst der Fallschule eingeführt, die auch außerhalb der Judomatte gut zu gebrauchen ist. Erst wer fallen kann ohne sich weh zu tun lernt die ersten leichten Würfe.
Ist Judo für Kinder ungeeignet?
Judo bedeutet, "Der sanfte Weg." Nicht Kraft ist das Grundprinzip, sondern Technik. Die Kraft des Gegners wird geschickt ausgenutzt, sein Gleichgewicht wird gebrochen und die eigene Kraft wird auf den schwächsten Punkt des Gegners konzentriert. Deshalb kann man mit Judo auch einen größeren und stärkeren Gegner bezwingen: Siegen durch Nachgeben.
Macht Judo aggressiv?
Das genaue Gegenteil ist der Fall. Von fernöstlicher Mentalität geprägt, zwingt Judo die Sportler zu Fairness und Selbstdisziplin. Das ethische Prinzip des Judo ist gegenseitiges Helfen und Verstehen. Es geht nicht darum, einen Gegner zu bezwingen, sondern das Ziel ist ein Kräftemessen mit dem Partner.
Kann ich Judo auch ohne Judoanzug machen?
Ja, für die ersten Trainingsstunden sind eine Sporthose und ein T-Shirt völlig ausreichend. Danach solltest du möglichst schnell einen Judoanzug zur Verfügung haben, nur damit können alle weiteren Trainingsübungen sinnvoll durchgeführt werden.
Bitte achten Sie auch darauf, dass an Ihrer Kleidung keine Metallteile oder andere Gegenstände sind, mit denen sich das Kind verletzten kann. Auch Haarspangen bei den Mädchen können zu Verletzungen führen.

Die Judoanzüge können direkt in unserem Verein erworben werden. Bitte sprechen Sie dazu den entsprechenden Trainer an.
Fördert Judo die körperliche Gesundheit?
Da man sich stets in allen drei Ebenen des Raumes bewegt und den Körper, Kopf, Arme und Beine koordinieren muss, entwickelt sich eine überdurchschnittliche Körperwahrnehmung. Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten werden nicht nur schwerpunktartig die Arme oder Beine trainiert. Judo ist ein Sport, der den ganzen Körper einbezieht. Speziell für Personen mit Rückenproblemen und Haltungsschwächen bietet sich Judo an.
Ist Judo auch etwas für "Schüchterne"?
Ganz viele zurückhaltende Kinder erleben durch Judo eine neue oder andere Rolle in der Gruppe. Oft entsteht nachhaltiges Selbstvertrauen und Selbstsicherheit. Beim Judo erwächst ein Gemeinschaftsgefühl. So kam es vor, dass kleinere Kinder, die ja gewöhnlich noch etwas kräftiger am "Rockzipfel" der Mutter hängen, nach dem zweiten Training so begeistert waren, dass sie das Trainingsende viel zu früh erreichten und lieber auf der Matte bleiben wollten. In die Gruppe mit Freude und Spaß integriert, finden sie sehr schnell den eigenen Weg zu dieser Sportart.